Waldpflege


Waldpflege ist ein breit gefasster Begriff, unter dem alle Maßnahmen zusammengefasst sind, die dazu beitragen, den Wald in einem stabilen, gesunden und naturnahen Zustand zu erhalten.

Die Entwicklung unserer Wälder wird durch Nährstoffverfügbarkeit, Klima, Baumartenzusammensetzung und Bestandesdichte (Zahl der Bäume pro Hektar) geprägt. Als Waldbesitzer können Sie lediglich die Baumartenzusammensetzung und die Bestandesdichte beeinflussen, zwei Entscheidungen, die jedoch von großer Bedeutung für den künftigen Wald und dessen wirtschaftliche, ökologische und soziale Funktion sind.

Während eine Entscheidung zur Baumartenwahl im Schnitt nur alle 100 Jahre getroffen wird, müssen Waldpflegemaßnahmen kontinuierlich stattfinden.

Das Waldwachstum ist immer durch die Verfügbarkeit von Ressourcen gehemmt (z. B. Nährstoffe, Wasser, Licht). Durch die Entnahme einzelner Konkurrenzbäume wird diese Situation im Bestand entspannt und es entstehen gesündere, zuwachsstärkere Wälder.

Mit Waldpflegemaßnahmen lenken die Waldbesitzer den Zuwachs vom Gesamtkollektiv auf die vitalsten, zukunftsfähigsten Bäume. Diese werden aufgrund dieser Förderung erheblich leistungsfähiger. Durch Verminderung des seitlichen Konkurrenzdrucks bleiben lange, grüne Kronen erhalten. In Kombination mit dem verstärkten Dickenwachstum entstehen stabile Waldbestände.

Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre Kulturbegründung und Jungwuchspflege des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.